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Die Angelgewässer

Wasser KL

 

Die Genossenschaftsgewässer sind eingeteilt in die Angelgebiete „Südwesthörn“ und „Bongsiel“. Das Gebiet Südwesthörn erstreckt sich von der dänischen Grenze bis Niebüll das Gebiet Bongsiel von Niebüll bis südlich der Ortschaft Langenhorn. 


Übersichtskarte Südwesthörn Übersichtskarte "Südwesthörn"

Im nördlich gelegenen Bereich "Südwesthörn" ist die Schmale hinsichtlich der Größe und dem Fischvorkommen das Hauptgewässer. Außerdem gibt es den schön gelegenen See Hülltofter Tief. Dieser ist ein Relikt aus einem tiefen Priel, welcher sich dort vor hunderten Jahren befunden hat. In unmittelbarer Nähe zum See befindet sich die  Nolde Stiftung Seebüll. Der Ruttebüller See bildet gewissermaßen den Nordpol des Genossenschaftsgebietes. Es ist das Grenzgewässer zu Dänemark - die Staatsgrenze verläuft mittig durch diesen idyllischen See.

Der Bongsieler Kanal mit dem Bottschlotter See und der Soholmer Au bilden das FFH-Gebiet "Gewässer des Bongsieler Kanal-Systems". Dieses Gewässersystem ist somit ein spezielles europäisches  Natur- und Landschaftsschutzgebiet und ein landesweit bedeutsamer Lebensraum für Neunaugen und seltene Wasserpflanzengesellschaften. Der Bottschlotter See ist in seiner Vielfalt und Ausprägung unterschiedlicher Lebensräume einzigartig für die nordfriesische Marsch. 
Zusammen mit der Lecker Au und den vielen Zuläufen ist diesers Gebiet auch zum Angeln sehr interessant. Neben den hauptsächlich vorkommenden Arten Hecht, Zander, Aal, Karpfen, Schleie usw. kommen hier auch Meer- und Bachforellen vor. Selbst Lachse wurden bereits gefangen, was aber leider nur sehr selten der Fall war. Im mündungsnahen Bereich kann es vorkommen, dass eine Scholle am Haken ist. Als Gast gesellt sich oft ein Seehund hinzu.  

Übersichtskarte BongsielÜbersichtskarte "Bongsiel"

Die nachfolgenden Beschreibungen sollen einen kleinen Eindruck über die Hauptgewässer vermitteln:

 

  • Der Bongsieler Kanal

    Der Bongsieler Kanal beginnt bei Waygaard am Zusammenfluss von der Lecker und Soholmer Au und fließt durch Schlüttsiel in die Nordsee. Wie der Name schon erahnen lässt, ist der Verlauf recht gradlinig und beidseitig von Deichen begrenzt. Dennoch gehört dieses Gewässer zusammen mit dem Bottschlotter See und der Soholmer Au zum FFH-Gebiet „Gewässer des Bongsieler Kanalsystems" mit vielen geschützten Tier- und Pflanzenarten. Das Gewässer ist zusammen mit dem Altarm bei Bongsiel rund 8 km lang und um die 30 m breit. Im Mündungsbereich weitet sich der Kanal bis auf 500 m auf und bildet das Mittelbecken. Im Bongsieler Kanal wir hauptsächlich auf Aal, Zander, Barsch, Hecht und Brassen geangelt.

  • Die Soholmer Au

    Die 20 km lange Soholmer Au entspringt am Zusammenfluss der Spölbek, Rodau, Schafflunder Mühlenstrom und Linnau bei der Ortschaft Knorburg. Beidseitig bedeicht fließt das Gewässer quer durch Nordfriesland und mündet zusammen mit der Lecker Au in den Bongsieler Kanal. Die Soholmer Au gehört zum FFH-Gebiet „Gewässer des Bongsieler Kanalsystems" mit einem Vorkommen der seltenen Bach-, Meer- und Flussneunaugen. Das Gewässer weitet sich flussabwärts von 4 bis zu 18 m auf. Hinsichtlich der Fischerei sind die folgenden Fischarten von Bedeutung: Aal, Hecht, Barsch, Zander, Forelle, Aland, Brassen und weitere Weißfische

  • Die Lecker Au

    Die Lecker Au entspringt auf der schleswigschen Geest bei Böxlund im Kreis Schleswig-Flensburg in der unmittelbaren Nähe zum Fröslev-Jardelunder Moor. Etwa 40 km weiter westlich mündet die Lecker Au in den Bongsieler Kanal und schließlich in die Nordsee. Ab der Ortschaft Sprakebüll ist das Gewässer bedeicht und gehört somit mit einer Länge von 20 km zur Fischereigenossenschaft Südwesthörn-Bongsiel. Die Lecker Au ist in diesem Bereich zwischen 7 und 10 m breit. Die Hauptfischarten sind: Hecht, Zander, Aal, Forelle, Flussbarsch, Brassen und andere Weißfische.

  • Der Bottschlotter See

    Der ca. 70 ha große, flache See befindet sich nahe der Ortschaft Fahretoft inmitten der nordfriesischen Marsch und gehört zum FFH-Gebiet „Gewässer des Bongsieler Kanalsystems". Wer sich ruhig verhält und Glück hat, kann auch mal den Fischotter antreffen. Der Bottschlotter See ist rundherum bedeicht und dient auch als Hochwasserspeicher. Der Nordteil des Sees (durch Bojen markiert) ist als ein Fischschongebiet ausgewiesen - der 56 ha große, südlichere Teil kann dagegen beangelt werden. Hauptsächlich werden hier die Fischarten Aal, Zander, Hecht, Barsch und Brassen gefangen. Der See verfügt über einen kleinen Hafen, d.h. eine Anlegestelle für Boote.

  • Die Schmale

    Die Schmale ist ein in den 80-iger Jahren renaturierter Nebenfluss der Vidå (Wiedau) und verbindet den Ruttebüller See, durch den die deutsche-dänische Grenze verläuft, mit dem Gotteskoogsee. Das Gewässer ist ca. 5,7 km lang und zwischen 15 und 30 m breit. Die dort vorkommenden Hauptfischarten sind: Hecht, Aal, Zander, Flussbarsch, Karpfen, Schleie, Aland, Brasse und weitere Weißfische.

  • Das Hülltofter Tief

    Unweit der Noldestiftung Seebüll befindet sich das idyllisch gelegene, ca. 13 ha große Hülltofter Tief. Dieser See ist ein Relikt aus der Zeit als diese Gegend noch aus Meer und Prielen bestand. Nach der Bedeichung und der Landgewinnung blieb nur noch die tiefste Stelle (daher der Name) als Wasserfläche zurück. Im Hülltofter Tief können folgende Fischarten geangelt werden: Aal, Hecht, Zander, Barsch, Aland und andere Weißfische.

  • Der Ruttebüller See

    Der Ruttebüller See befindet sich im äußersten Norden von Schleswig-Holstein nahe der Ortschaft Aventoft. Durch den 55 ha großen, malerischen See verläuft die gemeinsame Landesgrenze zu Dänemark und wird dort von der Wiedau durchflossen. Der deutsche Teil des Ruttebüller Sees gehört zur Fischereigenossenschaft und darf mit dem Erlaubnisschein beangelt werden. Aal, Hecht, Barsch, Zander und Karpfen zählen hier zu den begehrten Fischarten.

  • Der Alte Sielzug

    Der Alte Sielzug ist ein typisches Marschgewässer bei Emmelsbüll-Horsbüll. Zusammen mit dem Neuen Sielzug hat er eine Gesamtlänge von 12 km und ist zwischen 6 und 38 m breit. Der Wasserstand wird vorwiegend durch das Schöpfwerk Südwesthörn geregelt. Dort wird das anfallende Wasser in die Nordsee gepumpt. Abschnittsweise wurde das Gewässer im Jahre 2005 renaturiert. Aale und Hechte sind hier die häufigsten Zielarten bei den Anglern.

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Neben den oben aufgeführten Flüssen und Seen gibt es noch eine Vielzahl von interessanten Nebengewässern. Eine Auswahl wird nachfolgend kurz beschrieben. Weiterhin dürfen alle Speicherbecken vor den Schöpfwerken (auf den Karten mit roten Punkten markiert) beangelt werden. Das Bauwerk selber darf aus Sicherheitsgründen nicht betreten werden.

 

  • Der Stromschlauch

    Marschgewässer und Speicherraum: Länge 4,5 km, Breite: 2 bis 50 m (von Maasbüll bis zum Stau "Zöllnersteg")
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